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03.12.2004 | ProClim-News
Bestimmt die kosmische Strahlung das Klima?
Climate Press Nr. 19 (Deutsch)
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Die Veränderungen der kosmischen Strahlung und der Wolkenbedeckung der Erde verlaufen zum Teil ähnlich. Dies hat zu Spekulationen über einen ursächlichen Zusammenhang geführt. Ob eine solche Wirkung existiert und wie stark sie allenfalls wäre, ist nach wie vor offen. Unabhängig davon ist jedoch klar, dass die Erwärmung der letzten Jahrzehnte auf eine andere Ursache zurückzuführen ist, denn die kosmische Strahlung hat sich in diesem Zeitraum nicht nennenswert verändert.

Die Häufigkeit der Sonnenflecken und die Stärke von Eruptionen auf der Sonnenoberfläche, die sogenannte Sonnenaktivität, verändern die auf die Erde treffende Sonnenstrahlung und damit unser Klima. Die Änderung der Sonneneinstrahlung alleine reicht jedoch kaum aus, um das ganze Ausmass der Temperaturschwankungen auf der Erde physikalisch erklären zu können. Man sucht deshalb seit langem nach physikalischen Prozessen, die den Einfluss der Sonnenaktivität verstärken. Einer davon ist die Wirkung der kosmischen Strahlung. Die entsprechende Theorie wurde anfangs der 90er-Jahre von den dänischen Forschern Eigil Friis-Christensen und Henrik Svensmark vorgeschlagen. (...)

ProClim/ OcCC (Hrsg.) 2004. Bestimmt die kosmische Strahlung das Klima? Climate Press. Hintergründe der Klima- und Global Change Forschung, Nr. 19.

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Keywords: Klimaänderung kosmische Strahlung Wolkenbedeckung Sonnenstrahlung Sonnenflecken Sonnenaktivität

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