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21.08.2001 | ProClim-News
Ozon: Zuviel zum Atmen, zuviel für das Klima, zuwenig für den Sonnenschutz
Climate Press Nr. 12 (Deutsch)
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An heissen Sommertagen macht Ozon alle Jahre negative Schlagzeilen. Das Ozon in der untersten Atmosphärenschicht hat aber nicht nur negative Auswirkungen auf die Gesundheit, sondern wirkt auch als Treibhausgas und erhöht damit den Treibhauseffekt. Höher in der Atmosphäre wirkt das Ozon hingegen als UV-Filter und schützt Lebewesen vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne.

Jeden Sommer ertönt das gleiche Lied: Die Ozongrenzwerte sind überschritten. Statt sich bei schönem Wetter unbeschwert im Freien bewegen zu können, regt sich in unseren Hinterköpfen die warnende Stimme vor den hohen Ozonwerten. Die Beeinträchtigung durch die hohen Ozonwerte ist individuell unterschiedlich. Die einen spüren sie etwas mehr, die anderen etwas weniger. Gereizte Augen und Atemwege gehören zu den wahrnehmbaren Auswirkungen, eine eingeschränkte Lungenfunktion ist eine messbare, aber nur indirekt spürbare Folge. Alle diese gesundheitlichen Beschwerden sind jedoch reversibel und verschwinden deshalb mit abnehmender Ozonkonzentration wieder. Über langfristige Auswirkungen, die nur sehr schwierig zu untersuchen sind, herrscht heute keine Klarheit. Hingegen sind Langfrist Wirkungen auf das Wachstum bestimmter Nutzpflanzen (z.B. verminderte Ernteerträge) bekannt und beispielsweise beim Klee anhand von Flecken direkt erkennbar. (...)

ProClim/ OcCC (Hrsg.), 2001. Ozon: Zuviel zum Atmen, zuviel für das Klima, zuwenig für den Sonnenschutz. Climate Press. Hintergründe der Klima- und Global Change Forschung, Nr. 12.

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Keywords: Ozonwerte Ozonkonzentration Sommer Gesundheit Grenzwert Treibhausgas Treibhauseffekt

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