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05.05.1998 | Press
Bevölkerungsdynamik: Verlassen die Menschen die Alpen?
Climate Press Nr. 1 (Deutsch)
32893

Die Bergbevölkerung befindet sich seit langem in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Abnehmende Schneesicherheit und damit weniger Tourismuseinnahmen oder auch zunehmende Schäden durch Naturkatastrophen könnten die Ungunstlage weiter verschärfen.

Eine Gruppe um Alpenforscher Werner Bätzing hat aufgezeigt, dass im Alpenraum in den letzten Jahrzehnten zwei entgegengesetzte Prozesse abgelaufen sind: In den Tälern und am Alpenrand, dort, wo gute Verkehrsverbindungen vorhanden sind, findet ein ökonomisches Wachstum verbunden mit einer Bevölkerungszunahme statt. Schlecht erschlossene Gebiete hingegen leiden unter Abwanderung, in einigen besteht sogar die Gefahr der völligen Entvölkerung. Im Weiteren wurde hervorgehoben, dass Tourismus als wichtiger Einkommensfaktor zwar räumlich weniger verbreitet ist als allgemein angenommen, an verschiedenen Orten jedoch sehr grosse Bedeutung hat. Peter Rieder zeigt mit seinen Arbeiten, dass sich in der Schweiz gerade in den letzten Jahren die ökonomische Situtation auch in abgelegenen Randgebieten wieder verbessert hat. Dies ist nicht zuletzt auf die Neuausrichtung der schweizerischen Agrarpolitik zurückzuführen.


ProClim/ OcCC (Hrsg.), 1998. Bevölkerungsdynamik: Verlassen die Menschen die Alpen? Climate Press. Hintergründe der Klima- und Global Change Forschung, Nr. 1.

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