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Klimaänderung – Fakten und Konsequenzen für die Schweiz (2011)
55. Parlamentariertreffen der Gruppe «Klimaänderung» vom 20. Dezember 2011
2207

Der IPCC Bericht und der Stern Review zeigen beide, dass die Kosten für die Schäden und Anpassungsmassnahmen mit wachsender Klimaänderung und hoher Änderungsgeschwindigkeit sehr rasch ansteigen und bald die Vermeidungskosten weit übersteigen. Mit der Klimaänderung verändert sich weit mehr als die mittlere Temperatur. Welche Schritte muss die Welt tun, um das Klima zu stabilisieren? Wie rasch muss die Welt handeln, um eine Stabilisierung auf unter 2 ºC zu erreichen?

Handelt die Welt nicht rechtzeitig und konsequent, dann gilt es, in der Schweiz Anpassungsmassnahmen rechtzeitig einzuleiten. Welche Veränderungen des Klimas und der extremen Wetterlagen erwartet die Forschung für die Schweiz? Wie gut sind unsere Modelle heute, um Extremereignisse vorauszusagen und dank Frühwarnung die Schäden zu minimieren?
Prof. Reto Knutti vom Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich sprach zum Thema "Klimastabilisierung – die globale Herausforderung". Kernaussagen:

  • Neuste Forschung bestätigt den Einfluss des Menschen auf das Klimasystem.

  • Die Auswirkungen sind vielfältig, aber langfristig vor allem negativ. Viele Auswirkungen sind zudem nicht rückgängig zu machen.

  • Wir bewegen uns am oberen Rand aller Szenarien.

  • Das 2 °C Ziel ist technologisch und wirtschaftlich noch erreichbar. Aber die bis jetzt vorgeschlagenen Emissions-Reduktionen reichen dafür nicht aus. Jede Verzögerung verringert den Handlungsspielraum später.


PD. Dr. Christof Appenzeller, der Leiter der Klimaservices der MeteoSchweiz fokussierte auf die Schweiz mit seinem Kurzreferat "Klima- und Wetterperspektiven für die Schweiz" mit den Kernaussagen:

  • Die mittlere Temperatur hat in den letzten 50 Jahren ~1.8 °C zugenommen.

  • Das Jahr 2011 wird das wärmste Jahr seit Messbeginn.

  • Das Schweizer Klima wird sich im 21. Jhdt. weiterhin signifikant ändern.

  • Die Änderungen hängen insbesondere von den zukünftigen Treibhausgasemissionen der Welt ab.

  • Die neuen hochaufgelösten Klimaszenarien werden die zentrale Grundlage sein für quantitative Analysen der Auswirkungen in der Schweiz.






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Klimaänderung – Fakten und Konsequenzen für die Schweiz (2011)
55. Parlamentariertreffen der Gruppe «Klimaänderung» vom 20. Dezember 2011
2207

Der IPCC Bericht und der Stern Review zeigen beide, dass die Kosten für die Schäden und Anpassungsmassnahmen mit wachsender Klimaänderung und hoher Änderungsgeschwindigkeit sehr rasch ansteigen und bald die Vermeidungskosten weit übersteigen. Mit der Klimaänderung verändert sich weit mehr als die mittlere Temperatur. Welche Schritte muss die Welt tun, um das Klima zu stabilisieren? Wie rasch muss die Welt handeln, um eine Stabilisierung auf unter 2 ºC zu erreichen?

Handelt die Welt nicht rechtzeitig und konsequent, dann gilt es, in der Schweiz Anpassungsmassnahmen rechtzeitig einzuleiten. Welche Veränderungen des Klimas und der extremen Wetterlagen erwartet die Forschung für die Schweiz? Wie gut sind unsere Modelle heute, um Extremereignisse vorauszusagen und dank Frühwarnung die Schäden zu minimieren?
Prof. Reto Knutti vom Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich sprach zum Thema "Klimastabilisierung – die globale Herausforderung". Kernaussagen:

  • Neuste Forschung bestätigt den Einfluss des Menschen auf das Klimasystem.

  • Die Auswirkungen sind vielfältig, aber langfristig vor allem negativ. Viele Auswirkungen sind zudem nicht rückgängig zu machen.

  • Wir bewegen uns am oberen Rand aller Szenarien.

  • Das 2 °C Ziel ist technologisch und wirtschaftlich noch erreichbar. Aber die bis jetzt vorgeschlagenen Emissions-Reduktionen reichen dafür nicht aus. Jede Verzögerung verringert den Handlungsspielraum später.


PD. Dr. Christof Appenzeller, der Leiter der Klimaservices der MeteoSchweiz fokussierte auf die Schweiz mit seinem Kurzreferat "Klima- und Wetterperspektiven für die Schweiz" mit den Kernaussagen:

  • Die mittlere Temperatur hat in den letzten 50 Jahren ~1.8 °C zugenommen.

  • Das Jahr 2011 wird das wärmste Jahr seit Messbeginn.

  • Das Schweizer Klima wird sich im 21. Jhdt. weiterhin signifikant ändern.

  • Die Änderungen hängen insbesondere von den zukünftigen Treibhausgasemissionen der Welt ab.

  • Die neuen hochaufgelösten Klimaszenarien werden die zentrale Grundlage sein für quantitative Analysen der Auswirkungen in der Schweiz.






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